Dr. h.c. Irène Lejeune fördert wieder das Ballett in München!

27.09.2017

Eine gute Nachricht flatterte heute früh, am 6. Oktober 2017 in unsere Redaktion: Dr. h.c. Irène Lejeune fördert wieder das Bayerische Staatsballett!

Ivan Liška, Vorstandsvorsitzender der Ballettstiftung Heinz-Bosl und Frau Dr. h.c. Irène Lejeune gaben heute bekannt: 

Die ehemalige langjährige und erfolgreiche Botschafterin des Bayerischen Staatsballetts, Frau Dr. h.c. Irène Lejeune, hat sich mit großer Freude entschieden, sich wie früher beim Bayerischen Staatsballett, nun beim Bayerischen Jugendballett München, unter der künstlerischen Leitung des früheren Direktors des Bayerischen Staatsballetts Ivan Liška, ab der Spielzeit 2017/2018 zu engagieren.

Die Kooperation der Heinz-Bosl-Stiftung, des Bayerischen Staatsballetts und der Ballettakademie der Hochschule für Musik und Theater ist in 2010 geschaffen worden. Hierin erarbeiten sechzehn 18 bis 20-jährige Tänzer Choreografien von Bournonville, Balanchine bis Siegal, Barton und Kylian. Diese zeitgemäße Förderung mit Auftritten in den Heinz-Bosl Matineen im Nationaltheater der Bayerischen Staatsoper München und europaweiten Gastspielen (auch Israel, Hongkong, demnächst Krakau) qualifiziert die jungen Talente für künftige Engagements in den Ballettensembles weltweit.

Dr. h.c. Irène Lejeune wird als Botschafterin und Sponsorin das Bayerische Jugendballett München mit Herzblut, wieder wie früher das Bayerische Staatsballett, fördern.
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Alte Bekannte und neue Kräfte:
Das Bayerische Staatsballett startet mit Crankos „Der Widerspenstigen Zähmung“ in die zweite Spielzeit.

Stillstand ist das Ende einer jeden guten Künstlertruppe. Veränderungen sind daher unausweichlich. Freilich braucht es auch Beständigkeit, die in vielen Tanzensembles zurecht hohen Stellenwert genießt. Geschickt arbeitet sich Igor Zelensky, Chef des Bayerischen Staatsballetts, weiter zweigleisig vor. Das jüngste Feintuning in der Kompanie wird sich deutlich zeigen, wenn man nun mit John Crankos einzigartiger Shakespeare-Komödie „Der Widerspenstigen Zähmung“ die zweite Spielzeit der neuen Ära beginnt.
Training und Proben am Tag der offenen Tür in den Studios am Platzl zeigten bereits, dass Zelensky den Sommer über technisch wie darstellerisch verblüffende Neumitglieder mit großen Ambitionen und erkennbar wettbewerbsorientiertem Teamgeist – viele tanzen vorerst in der Gruppe – für München gewinnen konnte.
Zu den Tänzerinnen und Tänzern, die sich aus Bayern verabschiedet haben, zählen – leider – Matej Urban (jetzt Monte Carlo), Mai Kono (neu im Ballet Le Grand in Montreal) und Nicha Rodboon, die zum Ballet Flandern/Antwerpen gewechselt ist. Auch Adam Zvonař und Radka Příhodová sind in ihre tschechische Heimat zurückgekehrt (beide ins Prager Nationalballett). Aus dem Corps de ballet wird man zwei Italiener gewiss vermissen: Robin Strona wechselte zum Ballett der Semperoper Dresden und Gianmarco Romano zum Finish National Ballet.
Das Erste Solistenpaar Maria Shirinkina und Vladimir Shklyarov hat sich wieder ans heimatliche Mariinsky-Theater in St. Petersburg gebunden, wird aber für Gastauftritte (wie „Giselle“ am 7.10.) den Kontakt zum Bayerischen Staatsballett aufrecht erhalten. Mit Ivy Amista, Ksenia Ryzhkova, Javier Amo, Jonah Cook, Osiel Gouneo und Tigran Mikayelyan (insbesondere ihm dürfen wir eine verletzungsfreie Saison wünschen!) ist schon eine tolle feste Kerngruppe von Principals zusammengewachsen – seit Juni noch verstärkt durch den Kubaner Alejandro Virelles.
Aus dem English National Ballet stoßen zum attraktiven Virelles zwei weitere Stars hinzu: die hinreißend zierliche, souverän-formvollendete Britin Laurretta Summerscales und – als kleine Sensation – Carlos Acostas viril-kraftvoller Neffe Yonah Acosta. Pech dagegen für den erst kürzlich als Tänzer des Jahres ausgezeichneten Osiel Gouneo: Verletzungsbedingt muss er seinem Landsmann Acosta das Premieren-Debüt als trinklustiger Petrucchio und dem ständigen Gast Sergei Polunin die weiteren Vorstellungen am 30.9. und 8.10. überlassen. Zweite Besetzung für Katharina ist Polunins Bühnen- und Lebenspartnerin Natalia Osipova.
Noch offen ist, in welchen Partien der bis 2017 beim Royal Ballet in London engagierte, in Ballettkreisen berühmte Kanadier Matthew Golding als Gast im Münchner Nationaltheater zu erleben sein wird. Bei insgesamt neun Ersten Solisten – davon nur drei feste Primaballerinen – dürften sich die drei verbliebenen Solisten Eric Murzagaliyev, Alexander Omelchencho und Alexey Popov sowie deren Solo-Kolleginnen Séverine Ferrolier, Elizaveta Krutelova, Kristina Lind und Prisca Zeisel auf viele Einsätze und Rollendebüts freuen. Klar bleibt aber: Zelenskys Suche nach der optimalen Kompaniezusammensetzung geht hiermit erst in die zweite Runde.
Und zum Auftakt gibt es selten viel zu Lachen! Crankos Figuren, die es an Kontrast nicht fehlen lassen, überraschen von Mal zu Mal durch ihre starke, sowohl im Schritt- wie im Ausdrucksvokabular präzisierte Einzelcharakterisierung. „Der Widerspenstigen Zähmung“ – 1969 in Stuttgart uraufgeführt und 1976 ins Münchner Repertoire übernommen – gehört bis heute zum Besten, was Tanzdramatik im Bereich des klassischen Balletts zu bieten hat.

28.9. (Premiere), 30.9. und 8.10. (Gastbesetzung: Natalia Osipova/Sergei Polunin).

Vesna Mlakar

Foto: Wilfried Hösl

           

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