KSK muss HipHop Tanzpädagogen versichern. Der Unterricht ist anerkannt als zeitgenössische Tanzform.

Das Urteil des Sozialgerichts Köln als auch des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen ist vom Bundessozialgericht (BSG) bestätigt worden.

Jazztanzunterricht und überwiegend aus Ballett, Jazztanz, Modern sowie Hip Hop bestehende Kurse sind nach dem Regelungszweck des KSVG unter Berücksichtigung der historischen Entwicklung und der allgemeinen Verkehrsauffassung eine mit dem Ballett vergleichbare künstlerische Betätigung.
Das SG Köln hatte festgestellt, dass eine Klägerin die Unterricht in HipHop und Jazzdance erteilt auch künstlerisch tätig wird. Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen (L 5 KR 249/12 - Urteil vom 26.06.2014) hatte das auch bestätigt. Danach kann diese Tanzpädagogin über die Künstlersozialkasse versichert werden, denn das Urteil ist vom BSG bestätigt worden B 3 KS 3/14 R,
Das BSG vertritt die Meinung, dass "für die Differenzierung zwischen dem Tanz als darstellender Kunst und dem Tanz als (Breiten-, Freizeit- oder Turnier-)Sport" komme die von der KSK "favorisierte" Differenzierung nach einzelnen Stilen "nicht in Betracht": Der Bühnentanz in seiner heutigen Form lasse "sich nicht mehr auf einen bestimmten Stil festlegen. Er umfasst insbesondere nicht nur das klassische Ballett, sondern alle zeitgenössischen Tanzformen." Der Schwerpunkt der jeweiligen Tätigkeit sei entscheidend. Die Arbeit der Tanzlehrerin war hauptsächlich darauf gerichtet, ihre Schüler/innen dazu zu "befähigen, den Tanz vor Publikum darzubieten". Daher besteht hier "nicht die Entwicklung sportlicher Fitness, sondern die Präsentation – als typisches Merkmal von Kunst".
Somit ist die Tätigkeit der Tanzlehrerin als "Lehre im Bereich darstellende Kunst" einzuordnen und damit versicherungspflichtig nach dem KSVG.

http://www.anhaltspunkte.de/zeitung/urteile/L_5_KR_249.12.htm
https://www.justiz.nrw.de/nrwe/sgs/lsg_nrw/j2014/NRWE_L_5_KR_249_12.html
BSG 25.11.2015 B 3 KS 3/14 R , Punkt 3.

 

 

 

           
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