Gute Zukunftsperspektiven für den Tanzsport

29.06.2017

Heiko Kleibrink und seine fünf Großprojekte

Dass es immer weniger Menschen gibt, die sich ernsthaft für Tanzsport interessieren, ist seit langem bekannt. Die Starterfelder in den Spitzenklassen der Hauptgruppe sind spärlich besetzt. Der deutsche Tanzsportverband hat bisher kein Mittel gefunden, um Tanzen als Sport wieder attraktiv erscheinen zu lassen. Der Versuch mit Discofox-Wettbewerben für Turnier-Einsteiger hat nicht sonderlich viel gebracht. In Privat-Initiativen wie Dance4youth versuchen engagierte Trainer nun zumindest in der Kinder- und Jugendarbeit durch clubübergreifende Workshops den Nachwuchs bei der Stange zu halten. Ein großer Entwurf fehlt hier.

Heiko Kleibrink: der Mann mit dem Überblick
Foto: Ute Fischbach-Kirchgraber


Dabei gibt es von anderer Seite einige sehr vielversprechende Initiativen, die für die Zukunft des Tanzsports hoffen lassen. Heiko Kleibrink, lange Jahre internationaler Spitzen-Professional und einst Deutschlands jüngster Professional-Meister, hat viel in die Wege geleitet. Am Anfang stand 2012 die Gründung des Deutschen Tanztrainerverbands der Professionals (DTP). Dancefor You Magazine hat darüber berichtet. Die DTP-Mission besteht darin, eine qualitativ hochwertige Fortbildung der Tanztrainer der Professionals zu gewährleisten und dabei die Kompetenz auch bei den neusten Entwicklungen des internationalen Tanzens zu gewährleisten.


Heiko Kleibrink beim Unterrichten. Foto: Ute Fischbach-Kirchgraber

Heiko Kleibrink: „Das erste Großprojekt war die Kooperation zwischen dem DTP e.V. und den Tanzschulen! Weil ich erkannt habe, dass wir Nachwuchs für das Deutsche Turniertanzwesen nur aus den Tanzschulen beziehen können. Also musste ein Netzwerk geknüpft werden zwischen den Profitanztrainern, welche ausschließlich im Tanzsport beheimatet sind, und den Tanzschulen, wo sich der Nachwuchs befindet.”


Sandra Grizwok von der Trainer-Privat-Initiative „Dance4youth” bei einem Tanzworkshop für Kinder. Foto Ute Fischbach-Kirchgraber

Der Vorteil für die Tanzschulen dabei: die Stars der Tanzszene kommen zu ihnen und halten auf die Schulen zugeschnittene Workshops ab (wobei die Schulen das Honorar mit den jeweiligen Professionals selbst aushandelt und der DTP keinerlei Vermittlungsgebühr erhebt.)...

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